Triple Play – Startprobleme bei der Umsetzung

Glaubt man einem Artikel im Handelsblatt, so ist das so genannte "Triple Play", also die Kombination aus Internet, Telefonie und TV ein Produkt für die Zukunft. Doch offensichtlich scheint es in punkto Umsetzung noch an einigen Stellen zu hapern. In einem lesenswerten Hintergrundartikel, werden die Probleme, die die schnelle Umsetzung dieser Angebote mit sich bringen, beleuchtet:
Derzeit sind Telekomkonzerne und Kabelnetzbetreiber im Wettlauf, den Kunden Netzzugang, Sprachübertragung und Fernsehen auf einer einzigen technischen Plattform auf Basis des Internet-Protokolls anzubieten. Grundsätzlich dazu geeignet ist sowohl die DSL-Technologie der Telekommunikationsbranche als auch das Coax-Kabel der TV-Kabelnetzbetreiber.
Doch auch im Mobilfunkbereich wird verstärkt auf VoIP und die Darstellung multimedialer Inhalte gesetzt.
Eines der größten Probleme ist dabei ausgerechnet der Support. So lesen wir:
"Die größte bremse bei der Einführung neuer Breitbanddienste ist heute der Kunden-Support", sagt Ofer Vilenski, CEO der israelischen Softwarefirma Jungo. Der Wechsel vom reinen Breitband-Zugang zu Triple Play lässt Support-Kosten oft explodieren. Jungo beobachtete bei zwei Netzbetreibern, dass sich dadurch die Zahl der Kundenanrufe versechzehnfacht hat. Die Kosten pro Kunde stiegen auf über 37 Euro im Jahr – und die Anwender waren mit Service noch nicht einmal zufrieden.
Man darf gespannt sein, ob angesichts solcher Hindernisse überhaupt realistische Chancen auf eine baldige Markteinführung von Triple-Play-Angeboten bestehen.