Skype geknackt oder nicht?

Skype geknackt oder nicht?

Die Nachricht schlug wie eine Bombe ein: Am 14. Juli berichtete das Internet Weblog unter berufung auf das VoIPWiki Blog, dass Skype geknackt wurde. In dem Posting heißt es:

ein chinesisches Unternehmen hätte das Skype-Protololl geknackt und wolle möglichst noch im August eine eigene Software für Skype auf den Markt bringen. Spätestens wenn sich damit problemlos zwischen Skype und SIP hin- und hertelefonieren lässt, ist das Skype-Geschäftsmodell akut gefährdet.

[...] So ist also anzunehmen, dass Skype früher oder später sein Protokoll ändert, um sich wieder abzuschotten.

Die Reaktion auf diese Meldung ließ nicht lange auf sich warten. Noch am selben Tag folgte das Dementi aus der Firmenzentrale von Skype. Bei heise.de lesen wir:

Der Internetelefonieanbieter Skype bestreitet, dass seine Software durch ein chinesisches Unternehmen kompatibel zur eigenen Software nachgebaut werden kann. Im Internet waren Gerüchte aufgetaucht, dass es einem nicht genannten chinesischen Unternehmen gelungen sei, die Software nachzubauen. "Wir haben keine Gründe anzunehmen, dass das wahr ist", schrieb Skype in einer Stellungnahme am Freitag. Auch wenn es möglich sei, würde der Code der chinesischen Software hinter den Möglichkeiten und der Verlässlichkeit der Originalsoftware zurückbleiben.

Also nur Eigenwerbung des VoIP-Wiki? Denn dieses Weblog wird vom Geschäftsführer des amerikanischen Unternehmens Vozin Communications, Charlie Paglee betrieben. PC Welt schreibt hierzu:

Nach Angaben von Paglee, arbeite Vozin Communications aber bereits mit der chinesischen Firma zusammen. Paglees Firma entwickelt ein Zusatzprogramm für die direkte Skype-Konkurrenzsoftware Google Talk , sei aber von Google unabhängig..

Doch wie dem auch sei, wir teilen die Ansicht des Internet Weblogs. Denn

Auch AOL, Yahoo und Microsoft sperrten jahrelang andere Clients aus ihren Instant-Messaging-Netzen aus. Passte der Anbieter eines Universalclients, der mehrere der Protokolle unterstützt, sein Programm an, gab es umgehend ein paar Änderungen und die Nutzer des Fremd-Tools waren wieder ausgesperrt. Nur, mittlerweile hat man diese Taktik weitestgehend aufgegeben, wohl merkend, dass man damit die User vergrault. Microsoft und Yahoo kündigten zuletzt sogar an, ihre Messenger direkt miteinander kommunizieren zu lassen.

Vielleicht bald auch Skype?


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