Nach VoIP-Verbot: Kommunikationschaos in Bangladesch

Nach VoIP-Verbot: Kommunikationschaos in Bangladesch

Setzt sich VoIP flächendeckend durch und wann? – das sind die Leitfragen für die VoIP-Technologie in Europa. Doch ein paar tausend Kilometer weiter ist VoIP schon flächendeckende Realität und beherrscht den Telekommunikationsmarkt. Fazit:

Ohne VoIP geht heute nichts mehr. Den Eindruck bekommt man zumindest, wenn man nach Südasien blickt: Wie die britische Rundfunkanstalt BBC berichtet, ist in Bangladesh ein Telekommunikations-Chaos ausgebrochen. Der Grund: Seit die Regierung ihr Verbot gegen die Internet-Telefonie durchgesetzt hat, ist die Kommunikation so gut wie unmöglich geworden. Das ist auch wenig verwunderlich, schließlich wurden bislang etwa 80 Prozent der Telefonate aus dem Ausland über das Internet abgewickelt., wie DSLteam berichtet.

Um die staatliche Telefongesellschaft zu unterstützen wurde nun in dem 140 Millionen Einwohner Staat die VoIP-Telefonie verboten, denn die neue vom Militär gestützte Regierung habe den VoIP-Anbietern den Krieg erklärt. Demnach seien Politiker verhaftet und wegen Korruption angeklagt worden. Außerdem seien Tausende von VoIP-Shops abgerissen worden. Einer der Unternehmer gab an, dass die Polizei sein gesamtes Equipment mitgenommen habe. Nun fehlt die Infrastruktur für die vielen Telefonate, die in bangladesch täglich getätigt werden.

Natürlich gibt es in dem Land auch klassische Telefonleitungen. Nur ist eine Zahl von 30.000 Leitungen bei einer solchen Population schlichtweg viel zu wenig.

Man kann den Menschen in Bangladesch nur wünschen, dass die Regierung ihre Entscheidung noch einmal überdenkt …


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