Infineon stört VoIP-Telefonie

Diese Nachricht musste ich mehrmals lesen, um sie wirklich zu verstehen. Unter anderem XDial berichtet, dass Infineon eine Technologie entwickelt hat, die Internetanschlüsse ermöglicht, mit denen alles möglich ist, ausser VoIP-Telefonie.
Möglich wird dieses durch eine Störtechnik. Hier wird Datenmüll produziert, der aufgebaut ist wie ein VoIP-Gespräch. Dieser Datenmüll würde dazu führen, dass es an den Netzwerkknoten, die normalerweise die VoIP-Datenpakete schneller als die übrigen Pakete durchleiten, zu Engpässen kommt. Diese würde nur die Telefonie betreffen, da die Router die vermeintlichen VoIP-Datenpakete entsprechend erkennen würden, so die FTD. Damit den Netzbetreibern das Einsetzen der Störung nicht nachgewiesen werden kann, können die Störungssignale angeblich nach dem Passieren des Routers gelöscht werden.
Skype soll angeblich nicht von dieser neuen Technik betroffen sein.
Ich frage mich allen Ernstes, welcher Anbieter ein solches Eigentor schiessen wird und eine solche Technik anwendet. Denn auch wenn Infineon damit wirbt, dass die Störaktionen nicht nachgewiesen werden: Schon bald werden NutzerInnenforen bescheid wissen. Der Imageschaden wäre enorm. Dazu frage ich mich, warum ein Unternehmen eine zukunftsweisende Technologie einfach abwürgen sollte. Die Einbussen bei den Kundenzahlen und somit bei Umsatz und Gewinn, die News.ch angesichts dieser Idee befürchtet, wären vorprogrammiert.
Anstatt danach zu forschen, wie man den Fortschritt aufhalten und behindern kann, sollte besser dafür gesorgt werden, dass sich VoIP weiter durchsetzt und die Sprachqualität besser wird.