Auskunft nun auch über VoIP

Die Zeiten, in denen VoIP-NutzerInnen über das Festnetz telefonieren mussten, um die auskunft zu erreichen, sind offensichtlich vorbei. Denn wie DSLteam.de berichtet, ist die Telefonauskunft 11880 der telegate AG nun auch via VoIP zu erreichen. Damit macht der Anbieter den Anfang:
Davon soll auch der Kunde profitieren: die Dienste könnten zukünftig günstiger angeboten werden, weil Entgelte nicht mehr mit Netzbetreibern geteilt werden müssten. So ist der Anruf bei der 11880-Auskunft sogar günstiger als aus dem inländischen Festnetz. Während Kunden aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG seit 1. Juli 1,39 Euro pro angefangener Minute zahlen, kostet das Telefonat über VoIP 1,29 Euro pro Minute. Die Anbindung von telegate sei aber noch lange nicht das Ende, kündigt toplink-Geschäftsführer Gerhard Wenderoth an. "Noch in diesem Jahr werden wir nach und nach weitere Servicenummern in die zentrale deutsche Vermittlungsplattform für VoIP integrieren", so Wenderoth. Betreiber von Servicenummern könnten ihre Erreichbarkeit über einen VoIP-Trunk (Bündelung mehrerer physikalischer Leitungen) zu toplink sicherstellen.
Portel schreibt hierzu:
Bisher war es nicht möglich, über ein VoIP-Netz direkt einen Auskunftsdienst anzurufen. Der Grund für das Scheitern lag darin, dass die Abrechnungsprozeduren im so genannten
"Offline-Billing"-Verfahren abgerechnet werden und es keine Preisstruktur auf Minutenbasis für Mehrwertnummern gibt. Abgerechnet wird stets pro Anruf, zusätzlich fallen Gebühren für die Weitervermittlung oder weitere Dienste während des Gesprächs an. Der Anrufer weiß auf diese Weise vor der Anwahl nicht, welches Entgelt er für das Telefonat entrichten muss. Möglich wurde der Fortschritt in der VoIP-Telefonie durch die direkte Anbindung der Auskunft an die Internet-Telefonzentrale von Toplink. "Mit der Lösung dieses Problems haben wir eine weitere Barriere für die Internet-Telefonie beseitigt und dafür gesorgt, dass sich VoIP schneller durchsetzen wird als erwartet", sagt der Toplink-Geschäftsführer.
Es wird sicherlich nicht lange dauern, bis die anderen Anbieter nachziehen.